Palmöl und Wald

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Brand, Wald, Palmöl - Schluss mit der Ausnutzung

Am ersten Dezemberwochenende konnte man uns in der Fußgängerzone besuchen kommen.
In erster Linie ging es uns darum, dem Verbraucher bewusst zu machen, wie wichtig unsere Wälder sind.
Außerdem haben wir Auskunft über die momentanen Zustände unserer Wäder weltweit gegeben. Hauptthema waren die unkontrollierten Brände in Indonesien, die weite Teile des Regenwaldes und der Torfmoore zerstören. Durch den wenigen Regen konnten sich die Brände ausbreiten und großen Schaden anrichten.
Viele Lebensräume, Pflanzen und Tiere fielen den Feuern schon zum Opfer. Genauso betroffen ist die Bevölkerung vor Ort. Schlechte Luft und Dünste erschweren den Alltag.

Neben der Tatsache, dass Lebenräume zerstört werden, ebenso wie Tiere und Pflanzen, kommt noch dazu, dass der Regenwald und die Torfmoore seit Jahrhunderten CO2 speichern und binden. Brände setzten diesen gebunden Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre frei. Folgen von zuviel CO2 und anderen Gasen in der Atmosphäre spüren wir breits am eigenen Leib und es ist jedem ein bekannter Begriff: Klimaerwärmung!
Während in Paris besprochen wird, wie man gegen den Klimawandel vorgehen kann und welche Maßnahmen notwendig sind, werden Tonnen von CO2 in Indonesien freigesetzt. Der Hauptgrund dafür ist, mehr Anbauflächen für Kulturpflanzen zu erlangen, vor allem Palmenöl wird in Indonesien angebaut und in der ganzen Welt wieder gekauft.

Die Ölpalmen haben einen sehr hohen Ertrag, höher als Raps oder andere Ölpflanzen. Da liegt es auch nahe, dass Palmöl in sehr vielen Produkten vorhanden ist. Dabei geht die Palette von Lebensmitteln über Kosmetika bis hin zu Bioenergie. Beispielsweis in Margerine, Schokolade, Bodylotions und Lippenstiften, ebenso in Tank.
Weltweit betrachtet geht das meiste des geernteten Öls in die Lebensmittelproduktion. Deutschlandweit geht das meiste Palmöl in die Energie (BVE- Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsenergie).

Greenpeace fordert von der Indonesischen Regierung Schutz für die noch vorhandenen Regenwälder und Torfmoore, die Beimischung von Agrosprit in Kraftstoff soll abgeschafft werden und mit 30 Milliarden Euro muss die internationale Gemeinschaft die Regenwälder schützen.

WAS KANN ICH TUN?!: Um den Verbrauch von Palmöl zu mindern ist es empfehlenswert darauf zu achten, Produkte in denen Palmöl enthalten ist, zu meiden und/oder in weniger Maßen zu sich zu nehmen. Vor allem ist aber darauf zu achten, dass das Palmöl aus nachhaltigen Anbau stammt. In dem Beispiel z.B. als Griff zu Bioprodukten. Palmöl an sich ist nicht schlecht, es geht nur darum wie es angebaut wird und welche Folgen der Anbau hat!

Auch die Wälder in Europa müssen geschützt werden. Vor allem die Buchenwälder in Deutschland sind zu erhalten. Aufgrunddessen fordert Greenpeace einen Stopp der Fällung von Buchen, die älter als 140 Jahre sind (Rotbuchen können bis 300 Jahre alt werden). 2020 sollen 10 % der öffentlichen Wälder unter Schutz stehen, Holz und Biomasseanteile in den Wäldern müssen steigen. Politische Entscheidungsträger sollten diese wichtigen Aspekte bei ihrer Arbeit berücksichtigen. 

Allgemein kann man die verblieben Wälder durch einen kontrollierten und sparsamen Konsum an Papier, Pappe, usw. schützen. Achtet auf den Blauen Engel und FSC-Siegel! 
 

Interesse geweckt an dem Thema? Weiter Infos kann man hier finden:

http://www.greenpeace.de/themen/waelder